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IconKonzern: Der erste Vater in Elternzeit!

Peter S., 38 Jahre, eine Tochter berichtet von seiner Elternzeit:

Ich arbeitete schon ein paar Jahre im selben Konzern, als ich schwanger wurde. Wenn ich auch nicht das Kind ausgetragen habe, so fühlte ich doch viele Veränderungen auf mich zukommen. Bereits vor der Schwangerschaft hatten meine Partnerin und ich uns darauf geeinigt, dass ich genauso für unser Kind da sein will wie sie. Wir entschlossen uns dann, die Elternzeit zu teilen. Sie nahm das erste Jahr, ich das zweite.

Damals hatte ich bereits eine Stelle mit reichlich Verantwortung und ich kannte keinen einzigen Mann in meiner Firma, der Elternzeit genommen hatte. Das war dann auch etwas beklemmend, als erster Mann in einem so großen Laden Elternzeit zu beantragen. Doch die Reaktionen meiner Chefs und Kollegen waren erstaunlich positiv. Ich hatte sogar das Gefühl, sie beneideten mich ein wenig darum.

Die erste Zeit im Elternjahr kam ich überhaupt nicht klar. Ich brauchte bestimmt drei Monate, bis ich den Haushalt und die Bedürfnisse meiner Tochter im Griff hatte. Da hätte ich mir oft mehr Beratungsangebote oder einfach Treffpunkte für Väter mit Kindern gewünscht. Das hätte bestimmt einiges einfacher und angenehmer gemacht. Es war aber auch eine aufwühlende Zeit, die ich nicht missen will. Ich lernte neue Grenzen meiner Belastbarkeit kennen und konnte eine so liebevolle Beziehung zu meiner Tochter aufbauen, wie ich das als Feierabend-Papa nie gekonnt hätte. Meine Tochter ist jetzt gerade drei Jahre alt und ich würde immer wieder Elternzeit nehmen.

 


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