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Checkliste zur Umsetzung von Teilzeit
Nachfolgende Fragen und Tipps machen Lust auf das Thema. Experimentieren Sie, finden Sie eigene Wege, setzen Sie eigene Ideen um. Möchten Sie Elternzeit mit Teilzeit kombinieren, beachten Sie bitte auch unsere Checkliste Elternzeit.
Legen Sie Ihre Ziele fest: Nachfolgende Fragen helfen Ihnen dabei:
- Wollen Sie Anfangs- und Endzeiten Ihrer Arbeitszeit flexibler gestalten oder generell weniger arbeiten?
- Wie viel weniger wollen Sie arbeiten? Denken Sie dabei an die Zeit, die Sie für sich, Ihre Kinder oder Partnerin haben wollen.
- Ist es sinnvoller, einen oder zwei Tage ganz zuhause zu sein? Oder macht eine kürzere Tagesarbeitszeit mehr Sinn?
- Auf wie viel Geld können Sie verzichten? Wie viel müssen Sie dafür arbeiten? Nutzen Sie den Teilzeit-Netto-Rechner.
- Welche Arbeits- und Teilzeit-Modelle gibt es? Welches Modell ist für Sie und Ihren Arbeitgeber sinnvoll?
- Analysieren Sie Ihren Arbeitsplatz: Mit Hilfe der nachfolgenden Fragen können Sie herausfinden, welche Arbeiten Sie in einer bestimmten Zeit leisten sollen.
- Liegt eine Stellenbeschreibung vor?
- Welche Projekte und Aufgaben haben Sie zu erledigen?
- Wie viel Zeit benötigen Sie für die Erledigung Ihrer Projekte und Aufgaben? Trennen Sie zwischen Routine-Aufgaben und besonderen Tätigkeiten.
- Wo führen Sie Ihre Tätigkeiten durch? Welche Arbeitsmittel stehen zur Verfügung? Wie ist die Arbeitszeit geregelt?
- Sind Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und Vertretungen für Ihre Arbeiten eindeutig geregelt?
- Mit welchen Mitarbeitern, Bereichen und Teams arbeiten Sie zusammen? Sind dabei die Kommunikationswege klar definiert?
- Entwickeln Sie Ihr Teilzeit-Konzept: Nachdem Sie wissen, was in Vollzeit zu leisten ist, können Sie sich ausrechnen, was in Teilzeit verlangt wird. Überlegen Sie, ob es Sinn macht, Arbeitgeber und Kollegen jetzt an der Konzeptentwicklung zu beteiligen.
- Entwickeln Sie einen Wochenplan: Der Wochenplan sollte Funktionszeiten, Besprechungstermine, Präsenzzeiten und disponible Stunden enthalten. Desweiteren sollten Sie Vorschläge machen, wie die Arbeit aufzufangen ist, die Sie nicht mehr leisten. Der Vorteil eines Wochenplans ist, dass Sie sagen können: "Hört her, so könnte es funktionieren."
- Für Anregungen und Referenzen sollten Sie auch einen Blick auf vergleichbare Firmen werfen. So genannte Best-Practice-Fälle, also da, wo Teilzeit gut funktioniert, können Sie bei der Hertie-Stiftung einsehen.
Stellen Sie Ihr Konzept vor: Nur Mut, schließlich sind Sie kein Bittsteller, sondern unterbreiten ein Angebot, das beiden Seiten Vorteile bringt. Beachten Sie dazu nachfolgende Tipps, kann eigentlich nichts mehr schief gehen:
- Stellen Sie Ihr Anliegen als organisatorisches Problem dar, das gelöst werden kann.
- Stellen Sie die Vorteile für die Firma in den Vordergrund, aber vergessen Sie nicht auf ihre Beweggründe und Vorteile hinzuweisen.
- Seien Sie auf Widerstände vorbereitet. Viele Chefs haben ihren Job nur durch familiäre Opfer erreicht. Letztendlich werden aber die Sachargumente gewinnen.
- Bauen Sie Vorschläge in Ihr Konzept ein und treffen Sie konkrete Absprachen.
Arbeiten Sie in Teilzeit: Nachdem Sie alle Formalitäten geklärt haben, arbeiten Sie fortan in Teilzeit. Dabei sollten Sie einige Punkte beachten:
- Vereinbaren Sie eine Testzeit (3 Monate). Am Ende dieser Testzeit sollten Sie selbst, Ihre Kollegen und Vorgesetzen über Erfahrungen berichten. Nehmen Sie diese Erfahrungen als Anlass, eventuell notwendige Änderungen einzuleiten.
- Machen Sie deutlich, wann Sie zur Verfügung stehen und wann nicht. Am besten schriftlich über einen Team-Kalender.
- Teilen Sie mit, wie Sie für Notfälle zu erreichen sind.
- Halten Sie sich an Absprachen und Zeiten. Suchen Sie das Gespräch, wenn es hier zu Reibungspunkten kommt.
- Verlieren Sie bei "dummen Sprüchen" nicht die Haltung. Meist sind die Kollegen oder Kolleginnen einfach nur unsicher oder neidisch.
Weiterführende Infos: Man(n) teilt Zeit - Arbeitszeitberatung für Männer und Väter
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